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Being a Mom

Immer wieder wird man mit um die 30 mit dem Thema “Kinder“ konfrontiert. Möchtest du Kinder haben? Anscheinend ist das das Thema, über das gesprochen wird, im Ländle mehr als woanders, wie mir scheint.

Früher war die Antwort für mich so leicht. Absolut. Haus, Zaun, Jeep, zwei Kinder, Golden Retriever.

Eine böse Trennung und etliche Dates mit Männern, deren biologische Uhr so laut tickte, dass sogar ein Taubstummer sie hören konnte, später, ist die ablehnende Antwort: nee, sicher nicht.

Mit etwas Abstand, zu beiden Phasen ;-), frage ich mich, was die ehrlichste Antwort ist, und zugleich die für mich schwierigste. (Wann sind die wichtigen Dinge jemals einfach, aber das gehört in einen eigenen Post, glaube ich!?)

Ich weiß, dass ich niemals damit zufrieden wäre, ausschließlich Hausfrau und Mutter zu sein. Für das traditionelle Bild bin ich zu unkonventionell – aber heißt das, dass es kein unkonventionelles Mutterdasein gibt?

Es fehlt vielleicht für die Beantwortung der Frage nur an einem neuen Rollenbild, Mutter im 21. Jahrhundert. Oder statt Hausfrau und Mutter sollte der Blickwinkel möglicherweise neuerdings “Frau und Mutter“ sein. Ich habe mich auf die Suche begeben und die Augen wurden mir geöffnet für so viele Frauen, die in erster Linie Frau sind und zu dem in erster Linie Mutter und gleichzeitig unglaublich energiegeladen und warmherzig. Eine hat zwei unglaublich reizende Kinder, die es faustdick hinter den Ohren haben – und man sieht, wie gesund und glücklich und voll positiver Energie die Beziehung ist. Sie war letzten Sommer mit ihrem Mann auf einem Weinprobenwochenende – als Frau, die Kinder haben sich mit der Oma vergnügt. Eine andere Mama nimmt Unterricht in der Musikschule und hat neben Taxidiensten und quality time mit der Familie noch Zeit für die schönen Dinge im Leben, die sie als Frau gern macht- allein oder mit Freundinnen oder mit dem Mann. Ich könnte unendlich viele weitere Beispiele anbringen, doch der Punkt ist: ich hab mich selbst eingeschränkt, weil ich nur das traditionelle Muttersein in meine Grundsatzfrage einbezogen habe, und nun tue ich das nicht mehr. 🙂 Danke an dieser Stelle an meine Augenöffnerinnen.

Außerdem ist mir klar geworden, dass ich nur Kinder von einem Mann möchte, der mich nicht in eine Rolle zwängt, in der ich nicht ich selbst sein kann.
Ich erinnere mich an einen Moment in meiner ersten Beziehung. Ich war mit meinem damaligen Freund und seinem Patenkind, unserem Neffen irgendwie, am Strand und wir sind herumgetollt. Es hat sich so richtig angefühlt, wie eine kleine Familie.
Dennoch hat es sich gleichzeitig so angefühlt, als würde ich mir selbst zusehen, wie ich in eine Rolle schlüpfe. Traditionelles Land, traditionelle Beziehung, traditionelles ich: on. Ich konnte in dieser Rolle nicht echt sein, und speziell wenn wir in dem Land waren konnte ich nicht atmen. Und ich war nicht ich selbst, niemals in dieser Zeit, was mir rückblickend glasklar ist. Hindsight is a hard one.

Meine Träume jedoch? Die waren echt. Und sind noch heute meine Träume.

Also ja. Ich habe einen Kinderwunsch.

Author: carasmelody

daydreamer, hopelessly hopeful, I love the power of words, I love poems, words are soulfood

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