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Die/der etwas andere Weihnachtspost

An die Weihnachtszyniker

Ihr habt Recht wenn ihr sagt, auf einmal sind sie gläubig und gehen in die Kirche, obwohl sie 364 Tage nicht gehen. Doch vielleicht gibt es ihnen Frieden.
Ihr habt Recht wenn ihr sagt, jetzt auf einmal macht man einen auf Familie, dabei herrscht gar keine echte Harmonie. Doch vielleicht ist es eine kleine Zuneigungsbekundung.
Ihr habt Recht wenn ihr sagt, es geht nur um Kaufen und Geschenke. Doch vielleicht schenkt man Freude, und ein Lächeln dazu.
Ihr habt Recht wenn ihr sagt, dass so viel erwartet wird, und die Enttäuschung dann groß ist. Doch vielleicht kommt auch die eine oder andere Überraschung.
Ihr habt Recht wenn ihr sagt, woanders hungern Menschen und es geht hier nur um sinnlos viel Essen, und Alkohol, und Kuchen. Doch vielleicht ist es Genuss, und ein Ritual.

Und ich frage mich, ob man den Blickwinkel nicht auch anders einstellen kann?

Ich frage mich, wann Töchter gern lange mit ihren Müttern und Vätern in der Küche stehen und Kuchen backen und die Schüssel ausschlecken oder Klöße formen. Wann die Kinder den Tisch schön herrichten, und das teure Geschirr nehmen. Und den jährlichen Fleck in der Decke verstecken. 😉 Wann die Kinder stundenlang Monopoly oder Kniffel oder Mensch ärgere dich nicht spielen, ohne gestört zu werden. Wann sie nicht früh ins Bett müssen, sondern zufrieden auf dem Sofa zwischen ihrer Familie einnicken. Wann sie im Schlafanzug die Treppe herunter kommen, und friedlich die neuen Spielsachen auszuprobieren. Wann die Familie lächelnd Disney schaut.
Ich frage mich, wann Ehepaare gemeinsam den Abend planen und Überraschungen für ihre Lieben oder füreinander aushecken. Ich frage mich, wann Worte mit Bedacht zu Papier gebracht werden. Wann man sich echt Zeit füreinander nimmt, und sonst nichts vorhat und nirgends hin muss – und will.

Ich frage mich, wann es sonst möglich ist, dass die Zeit still steht, und ein bisschen Magie in die Welt kommt; ein klein wenig Zauber in der Luft liegt und vielleicht leichte Freude.Vielleicht eine klitzekleine versöhnliche Geste. Vielleicht Mut zur Liebe, zu sich selbst und zu anderen und zu Stille. Zu Loslassen und Hoffnung auf Neubeginn.

Sicher nicht nur an Weihnachten. Hoffentlich nicht nur an Weihnachten. Aber bitte auch dann.

Die Liebe

Author: carasmelody

daydreamer, hopelessly hopeful, I love the power of words, I love poems, words are soulfood

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