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Energie

Woher kommt die Energie, die wir haben? Vom Schlaf? Vom Essen? Von unseren Freunden? Von der Liebe? Von uns selbst? Vom Mond und den Sternen? Von einem gesunden Lebensstil, whatever that is?

In letzter Zeit finde ich es schwierig, die Balance zu halten in meinem Leben – Aktivitäten, die mir gut tun, zu vereinbaren mit den Pflichten, die der Alltag unwiderruflich mit sich bringt, und gleichzeitig auch noch Ruheinseln für mich zu finden. Der Tag bräuchte aktuell 24 Stunden ohne Schlaf 😉

Pflichten erledige ich natürlich, die täglichen für die Schule, und auch die Kür wie ein von mir neu gegründetes Freifach 🙂 sowie die Wäsche und Einkaufen, den Putzplan und das Katzenklo :p Selbstverständlich, diligent girl. Einige ungeliebte Pflichten kann ich dankenswerterweise aufschieben, wie die maledetta Steuererklärung oder die noch zu erstellenden Prüfungsfragen für Mai. Oft bleiben diese dennoch im Hinterkopf und ziehen mir Energie, weil ich weiß, “ich müsste“ …

Meine nicht geringe Anzahl an Aktivitäten möchte ich natürlich alle tun und nicht missen. Tanzkurse und Training, Freunde sehen und Familie, meditieren möchte ich auch noch regelmäßig, und mich weiterentwickeln und daher u.a. die richtigen Bücher lesen und meinen Achtsamkeitskalender füllen und meinen Blog schreiben, und als wär das nicht genug, die Vegetarierin in mir fördern. Manchmal gehe ich von einem zum anderen und obwohl mir jede Handlung für sich gut tut, ist die Summe mir manchmal zuviel und ich komme in einen “Ich muss“-Kreislauf. Und die Sachen, die mir einzeln Freude und Spaß bereiten, ziehen mir dann Kraft, weil ich nicht mehr die Ruhe habe, sie zu schätzen und zu genießen, so dass mich alles anstrengt. Ich merke das oft unbewusst, aber komme nicht raus.

Ruheinseln helfen. Nichts müssen, nichts vorhaben, nichts tun. Auch dieses Innehalten nicht nutzen, um Liegengebliebenes zu erledigen. Nicht mal noch den Aufsatz lesen. Nicht eben noch den Müll wegfahren. Oder die Nägel kurz lackieren. Nichtstun. Es fällt mir so schwer. In mir zu verinnerlichen, dass ich das Recht darauf habe, nichts zu tun, ist schwierig für mich – ich möchte die Zeit “nutzen“. Doch dass diese me-time nicht verschwendet ist, sondern mich auftanken lässt, fällt mir seit Wochen unglaublich oft auf, obwohl die Zeit nehmen mir schwer fällt.

Eines Tages hat mein Kreislauf “stopp“ gesagt, mir war schwummrig und mein geplanter Tag (Hautarzt, Fitness, Prüfungen erstellen, Freundin besuchen, einkaufen, Date) hat sich in Nichts aufgelöst. Gezwungenermaßen, irgendwie. Da lag ich nun schwindlig auf meinem Bett, im Kopf meine Liste vom Tag, und mein Leben hat mich ausgelacht. Vergiss deine Liste. Das ist ein Befehl. Tu nichts.

Und in diesem Nichts kommt auf einmal Energie. Vom am helllichten Tag Schlafen mit Katzen auf dem Bauch, Tee mit Honig trinken und nur Musik hören. Das gleiche Lied in Endlosschleife, weil’s so schön ist und weil es zu schnell endet. Von der Liebe zu Stille und Ruhe.

Danke, Leben, für die Vollbremsung. I needed it.

PS Danke C für erste Hilfe 💜

Author: carasmelody

daydreamer, hopelessly hopeful, I love the power of words, I love poems, words are soulfood

One thought on “Energie”

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