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Der Zehn-Jahres-Plan, oder Unplan

An dieser Stelle danke an dezembra für den Impuls. Diese Fragen auf ihrem Blog haben mich beschäftigt – ob die Antworten richtig sind, und ehrlich gesagt auch wichtig, weiß ich nicht. Aber sich mit den Fragen zu beschäftigen kann nicht verkehrt sein, oder? 🙂

Werde ich in zehn Jahren weitere Bücher geschrieben haben?

Das ist leicht – da ich noch keines veröffentlicht habe, nein. Doch gleichzeitig stellt sich mir die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, ernsthaft eines zu schreiben und zwar mit der ausdrücklichen Absicht, es zu veröffentlichen? Oder eine von mir angefangene Idee (=eine von vielen, die in Ordnern oder Files herumliegen?!) weiterzuentwickeln. Überlegt habe ich es mir wirklich oft genug, und immer mal so dahin gesagt, “Eigentlich möchte ich mal ein Buch schreiben“, wirklich damit beschäftigt habe ich mich jedoch nie. Vielleicht möchte ich dies in den nächsten zehn Jahren in den Angriff nehmen, statt dass es bei der Träumerei bleibt – und vielleicht gefällt jemandem die zukünftige Buchidee.

Werde ich in zehn Jahren ein Kind oder mehrere Kinder haben?

Vor zwei Monaten hätte mich diese Frage in eine nicht unerhebliche Krise gestürzt, jetzt weiß ich: ja, möchte ich haben. Der Gedanke macht mich sehr glücklich 🙂

Werde ich noch mit x zusammen sein?

Die Ursprungsfrage kann ich auf keinen Fall beantworten, denn zusammen bin ich nicht, mit niemandem. Man könnte sagen, der Status ist aktuell ungeklärt doch vielversprechend? 😉 Das englische “I’m seeing someone“, für das mir gerade keine angemessene deutsche Übersetzung einfällt, trifft zu. Ich sehe ihn (unheimlich gerne, glücklicherweise), will ihn sehen und irgendwie ist es auch leicht, sich auszumalen, dass das so bleibt. Rosarote Brille? Definitiv! In zehn Jahren… grade möchte ich “Ja ja ja“ sagen.
Überhaupt kommt mir, dass es wohl nur Sinn macht, jemanden zu daten, den man in zehn Jahren auch noch daten wollen würde…?

Wo werde ich wohnen?

Land: keine Ahnung. Stadt: keine Ahnung. Haus oder Wohnung? Eigentum oder Miete? Keine Ahnung. Ist mir das wichtig? Puh. Ich werde hoffentlich da wohnen, wo es sich nach Zuhause anfühlt, bei Menschen, die mir etwas bedeuten. Mit den Katzen. Idealerweise in der Nähe von einem See und den Bergen. In einer Stadt mit Fluss wäre cool, oder direkt am Wasser. Außerdem wünsche ich mir einen Garten. Kaufen kann ich mir nicht leisten, außer mein Zukünftiger ist ein Sparer (weiß nicht, ob ich mir bzw ihm das wünschen soll – er würde vielleicht an mir verzweifeln?:) ). In jedem Fall möchte ich eine Badewanne und eine Leseecke – sonst bin ich eher anspruchslos.

Wo werde ich arbeiten?

In Vorarlberg. Oder auch nicht. Als Lehrerin. Oder auch nicht, wenn das was wird mit dem Buch. In jedem Fall arbeiten, mit Menschen, und kreativ. Und mit Humor. Und einer gesunden Portion Optimismus und einem kleinen bisschen Idealismus.

Für einen Zehn-Jahres-Plan, der gar nicht existiert, nicht schlecht, finde ich. To be continued … 🙂

Author: carasmelody

daydreamer, hopelessly hopeful, I love the power of words, I love poems, words are soulfood

8 thoughts on “Der Zehn-Jahres-Plan, oder Unplan”

  1. Hallo Cara, genau das Gleiche wollte ich auch grade kommentieren – und dann kam es noch am Ende deines Textes: “Für einen Zehn-Jahres-Plan, der gar nicht existiert, nicht schlecht.” Das dachte ich mir bei meinen Antworten auch. Vielleicht ist die Lösung, dass wir alle Pläne im Kopf haben, auch wenn wir sie nicht als Pläne begreifen, sondern mehr als Möglichkeiten oder offene Wege. Und dass uns deshalb zumindest irgendwas davon einfällt.

    Zum Thema “Wo werde ich arbeiten?” und der Überlegung, dass man keinen Tagesjob mehr braucht, wenn das was wird mit dem Buch, kann ich nur sagen: Ahahahahaha. 😀 Von den paar Cent, die du pro verkauftem Exemplar BRUTTO bekommst, wirst du niemals leben können, es sei denn, dein Buch wird ein Super-Bestseller. Aber das ist die Ausnahme und nicht die Regel. Wenn du als unbekannte Autorin bei einem kleinen Verlag und mit viel, viel Anstrengung (Lesungen, Zeitungs- und Radiointerviews und sogar Zeitungsanzeigen) ein paar hundert Bücher verkaufst, kannst du dich glücklich schätzen. Du kannst dir ja selbst ausrechnen, was dabei unterm Strich finanziell hängen bleibt.

    Schön finde ich deinen Satz: “Überhaupt kommt mir, dass es wohl nur Sinn macht, jemanden zu daten, den man in zehn Jahren auch noch daten wollen würde…?” Da stimme ich total zu. Allerdings kennt man sich ganz am Anfang ja noch gar nicht richtig und kann das nur schwer einschätzen, oder? Und man selbst verändert sich sehr im Lauf einer so langen Zeit, so dass dein heutiges Ich das vielleicht wollen würde, dein Ich in sieben Jahren aber vielleicht nicht mehr.

    Danke fürs Aufgreifen der Fragen!

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    1. Danke für dein ausführliches Feedback, das ich sehr schätze 🙂

      Vielleicht braucht es auch tatsächlich keine Lösung, sondern eine grobe Richtung bzw die von dir genannten offenen Wege, und der Rest ergibt sich?:)

      Danke, das mit dem reich werden durchs Bücher schreiben war mir klar, dass das nix wird 😂 aber träumen ist ja erlaubt!

      Nee, kann man nicht einschätzen, wenn man sich nicht kennt… doch wenn man sich immer weiter kennenlernen möchte, dann ist das glaube ich ein gutes Zeichen! 🙂 Die Neugierde iwie…

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  2. Frisch frei von der Leber weg… Gefällt mir.
    Warum hätte dich die Frage nach dem Kinderwunsch vor zwei Monaten noch in eine Krise gestürzt und warum kannst du jetzt sagen, dass du definitiv Kinder möchtest? Was hat sich da verändert?
    Am spannendsten an diesem Beitrag finde ich zu sehen, dass wir meistens intuitiv eine Vorstellung haben von unserem weiteren Weg, ohne so ganz bewusst zu planen. Und das ist prima so! Wenn man spüren und sagen kann, dies und das möchte ich, mal sehen wo die Reise hingeht…
    Also danke für den inspirierenden Beitrag 🙂

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      1. Nein, meine Kinder sind bereits erwachsen und bei mir hat sich die Kinderfrage ganz anders dargestellt. Ich bekam (gefühlt ungewollt) zu früh Kinder (frühe Heirat wegen Sektenregeln, Pille nicht vertragen wegen Migräne), ich war eigentlich noch gar nicht bereit dafür. Aber es sind viele wunderschöne Momente entstanden, die mich glücklich gemacht haben, es ist aber auch viel Unschönes passiert, das ich im Nachhinein gern verhindert hätte. Aber es war eben was es war und zum jeweiligen Zeitpunkt überhaupt möglich schien.

        Ich hab den Beitrag deines Links gelesen und daraufhin sehr gut verstanden, was du gemeint hattest, auch wenn es bei mir alles etwas anders war.

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